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Handelsberatung

Neues Russland-Sanktionsgesetz schafft potenzielle Zölle

Mögliche Zölle von bis zu 500 % auf russische Importe und bis zu 100 % auf Importe von bestimmten russischen Energieabnehmern.

  • Neues Russland-Sanktionsgesetz sieht potenzielle Zölle von bis zu 500 % auf russische Importe und bis zu 100 % auf Importe von bestimmten russischen Energieabnehmern vor.
  • 23.09.2026
In effectVeröffentlicht 23.09.2026Wirksam 18.09.2026

Auf einen Blick

Gültigkeitsdatum
2026-09-18
Was hat sich geändert?
Ein neuer Sanktions- und Zollrahmen sieht zusätzliche Zölle von bis zu 500 % auf Waren russischer Herkunft und bis zu 100 % auf Importe aus bestimmten Ländern vor, die russische Energie kaufen oder die Umgehung von Sanktionen erleichtern.
Wer ist betroffen?
US-Importeure, die Waren direkt aus Russland oder aus Ländern beziehen, die gemäß den Sekundärzollbestimmungen des Gesetzes benannt werden können.
Auswirkungen auf das Geschäft
Unternehmen könnten mit höheren Einfuhrkosten, der Kumulierung von Zöllen, Unterbrechungen der Beschaffung, zusätzlichen Dokumentationspflichten für das Ursprungsland und größeren Verpflichtungen zur Einhaltung der Lieferkettenvorschriften konfrontiert werden.

Empfohlene Maßnahmen

Was Importeure als Nächstes tun sollten

  • Überprüfung der direkten und indirekten Exposition gegenüber Produkten russischer Herkunft.
  • Bewerten Sie die Lieferanten in Ländern, die russisches Rohöl oder Erdgas kaufen.
  • Bewerten Sie die Risiken der Tarifstapelung und die entsprechenden Vertragsbestimmungen.
  • Verbesserung der Herkunftsdokumentation und der Rückverfolgbarkeit der Lieferkette.
  • Die Maßnahmen des Präsidenten, die Richtlinien der Behörden und die Anweisungen des Zolls und der Grenzschutzbehörde (CBP) sind zu überwachen.

Wichtigste Erkenntnis

Das Gesetz legt Höchstzollsätze fest, anstatt Zölle automatisch in dieser Höhe zu erheben. Die tatsächliche Belastung hängt von zukünftigen Umsetzungsentscheidungen und länderspezifischen Bestimmungen ab.

Überblick

Am 18. September 2026 unterzeichnete der Präsident das Gesetz HR 5334, den Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act von 2026. Dieses Gesetz etabliert einen umfassenden neuen Sanktions- und Zollrahmen, der sich gegen Russland, mit Russland verbundene Unternehmen und bestimmte Länder richtet, die weiterhin russische Energie beziehen oder die Umgehung von Sanktionen ermöglichen. Das Gesetz wurde am 18. September 2026 unterzeichnet, und die meisten Bestimmungen müssen innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten umgesetzt werden, sofern der Präsident keine Ausnahme genehmigt. Für Importeure ist insbesondere Folgendes von Bedeutung: Das Gesetz sieht Folgendes vor:

  • Zusätzliche Zölle von bis zu 500 % ad valorem auf alle aus Russland eingeführten Waren
  • Zusätzliche Zölle von bis zu 100 % ad valorem auf Einfuhren aus bestimmten Ländern, die russisches Rohöl oder Erdgas kaufen oder die Umgehung von Sanktionen erleichtern
  • Anwendung dieser Pflichten zusätzlich zu bestehenden Pflichten, einschließlich der Pflichten nach Abschnitt 232, Abschnitt 301, Antidumping- und Ausgleichszöllen sowie anderer anwendbarer Zölle.

Implementierungszeitpunkt

Das Gesetz sieht eine Umsetzung innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten vor, was bedeutet, dass die Zollmaßnahmen voraussichtlich am 18. Oktober 2026 wirksam werden könnten, vorbehaltlich einer Entscheidung des Präsidenten und der Durchführungsbestimmungen der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) und anderer Behörden.

Wichtiger Hinweis

Das Gesetz legt einen Höchstzoll fest, nicht automatisch einen Zoll von 500 %. Der Präsident behält sich das Ermessen hinsichtlich des tatsächlich erhobenen Zollsatzes vor, sofern dieser die gesetzliche Höchstgrenze nicht überschreitet. Der Präsident kann Sanktionen und Zollbestimmungen aussetzen, wenn dies im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten liegt. Daher wird die praktische Auswirkung des Gesetzes maßgeblich von künftigen Umsetzungsentscheidungen der Exekutive und länderspezifischen Gegebenheiten abhängen.

Was das Gesetz vorsieht

Additional Tariffs on Russian-Origin Goods

Section 112 of the Act directs the President to increase duties on imports from the Russian Federation. The statute authorizes tariff rates of up to 500% ad valorem on goods imported from Russia. Unlike previous sanctions programs that focused on specific sectors or products, the tariff authority applies broadly to Russian-origin goods and may be imposed in addition to existing duties, including Section 232, Section 301, AD/CVD, and other applicable fees, taxes, or charges.

Secondary Tariffs on Countries Purchasing Russian Energy

Section 113 creates a new form of "secondary tariff" mechanism intended to pressure countries that continue to support Russian energy exports. The legislation authorizes the President to impose duties of up to 100% ad valorem on imports from countries that purchase Russian-origin crude oil, purchase Russian-origin natural gas, or facilitate evasion of Russian oil-related sanctions. These tariffs are not limited to energy products. If imposed, they may apply broadly to imports from affected countries.

Länder, die am ehesten betroffen sein werden

Das Gesetz zielt gezielt auf Länder ab, die zu den fünf größten Abnehmern russischer Energie gehören oder zu den fünf Ländern zählen, die die Umgehung der russischen Ölsanktionen maßgeblich ermöglichen. In der öffentlichen Diskussion um das Gesetz wurden Länder wie China und Indien als potenziell betroffen genannt, die endgültige Entscheidung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Überprüfung und Umsetzung durch den Präsidenten.

Auswirkungen für Importeure

Importeure sollten daher Folgendes beachten:

  • Es werden möglicherweise nicht alle zulässigen Zölle erhoben;
  • In verschiedenen Ländern könnten unterschiedliche Zollsätze gelten;
  • Die Umsetzung der Zölle kann sich im Laufe der Zeit durch präsidiale Maßnahmen, Richtlinien der Behörden und Anweisungen des Zolls und der Grenzschutzbehörde (CBP) weiterentwickeln.

Unternehmen sollten unverzüglich Folgendes prüfen:

  • Direkter Bezug von Produkten russischer Herkunft.
  • Abhängigkeit von Lieferanten in Ländern, die zu den Hauptabnehmern von russischem Rohöl oder Erdgas gehören.
  • Bestehende Risiken der Kumulierung von Zöllen im Zusammenhang mit Abschnitt 232, Abschnitt 301, IEEPA, Antidumping- und Ausgleichszöllen sowie anderen anwendbaren Zöllen.
  • Langfristige Beschaffungsstrategien unter Einbeziehung potenziell betroffener Länder.
  • Vertragsbestimmungen zur Regelung von Tarifsteigerungen und Fällen höherer Gewalt.
  • Dokumentationspflichten bezüglich des Ursprungslandes und Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette.

Auch Unternehmen, die keinen direkten Handel mit Russland betreiben, könnten mit steigenden Kosten konfrontiert werden, wenn die Importe aus Ländern stammen, die den Sekundärzollbestimmungen des Gesetzes unterliegen.

Überblick

How Crane Trade Consulting Can Help

Crane Trade Consulting is actively monitoring these developments and is available to assist importers with Tariff exposure assessments, Country-of-origin reviews, Supply chain impact analysis, Sanctions compliance reviews, sourcing strategy and mitigation planning, and Customs compliance guidance.

Überblick

Disclaimer

This advisory is for informational purposes only and does not constitute legal advice. Companies should consult legal counsel and trade compliance professionals regarding the application of these new sanctions and tariff measures to specific transactions.

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